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Orang-Utans gehören zu den 4 (?) Menschenaffenarten
und damit in die nächste Verwandschaft des Menschen. Sie
sind nicht unsere Vorfahren, sondern mehr als Cousins und Cousinen
zu sehen: Es gibt gemeinsame Vorfahren. Das Erbgut von Mensch
und Orang ist fast identisch.
Der Name kommt
aus dem Malayischen und bedeutet einfach nur Waldmensch.
Orangs sind sehr ruhige Vertreter - Vegetarier, die niemandem
etwas zuleide tun. Orang-Utans sind die größten baumlebenden
Primaten und verbringen die meiste Zeit ihres Lebens mit Nahrungsaufnahme
und Ruhen. Täglich wandern sie 1 bis 2 km durch den Regenwald
und bauen sich abends Schlafnester aus Zweigen und Ästen.
Die Regenwälder
Borneos und Sumatras gehören zu den letzten Rückzugsgebieten
der grossen Tiere. Die unterschiedliche Entwicklung der Art auf
den beiden verschiedenen Inseln hat im Laufe der Jahrtausende
zu deutlichen Unterschieden in Ausehen und Verhalten geführt;
die Wissenschaft hat die beiden Bestände deshalb als zwei
Unterarten einer Art eingestuft. Seit wenigen Jahren hat sich
bei den Wissenschaftlern die Meinung durchgesetzt, dass es sich
bei den Populationen auf Sumatra und Borneo um zwei verschiedene
Arten handelt.
Für
die Orangs spielt das keine
Rolle und auch für den Schutz der kleinen Restbestände
nur eine geringe. Orangs sind stark bedroht. Die Gründe dafür
liegen in erster Linie in der Zerstörung ihres Lebensraumes
- in neuester Zeit erheblich beschleunigt durch den Biodiesel-Unsinn.
Um am Palm-Öl-Geschäft zu profitieren, werden die letzten
Regenwälder abgeholzt und abgebrannt, um auf den Flächen
dann Monokulturen anzulegen.
Aber
auch der Handel mit Tropenholz für die Möbelherstellung
ist ein Grund für die Vernichtung der Regenwälder und
dieser Handel nimmt keineswegs ab.
Leider
spielt auch die Bejagung und der Handel mit lebenden
Tieren eine grosse Rolle: Weder das Washingtoner Artenschutzabkommen
(Rote Liste, CITES) noch die sowieso unzureichenden nationalen
Gesetze können den Schmuggel insbesondere mit den Jungtieren
verhindern.
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